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Organisation



Bei der Organisation des Hochwasserschutzes in der Stadtgemeinde Bremen müssen das "Alltagsgeschäft" und die Deichverteidigung im Hochwasser- bzw. Katastrophenfall voneinander unterschieden werden.

Was die Bewältigung dieser Aufgaben betrifft, so sind jeweils unterschiedliche staatliche und nichtstaatliche Einrichtungen eingebunden. Der Staat  ist auf mehreren politisch-administrativen Ebenen beteiligt. Dieser Sachverhalt hat eine "vertikale" Dimension (EU - Bund - Land - Stadtgemeinde Bremen - Stadtteile) sowie eine "horizontale" Dimension (verschiedene Ressorts).  Hochwasserschutz ist jedoch nicht allein Sache der jeweiligen Fachverwaltung(en) - wichtige Impulse erhält die tägliche Arbeit beispielsweise auch aus der Bürgerschaft und den entsprechenden Deputationen. Zum anderen werden wichtige Aufgaben von verbandlichen Organisationen übernommen.

Organisation des "Hochwasseralltags"

Hier ist als verantwortliche staatliche Einrichtung der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr zu nennen. Diese Behörde ist sowohl sog. obere Wasserbehörde für das Land Bremen als auch sog. untere Wasserbehörde für die Stadt Bremen. Konkret zuständig und federführend ist hier das Hochwasserschutzreferat. An der Koordinierung inhaltlicher Fragen kann zudem auch der Senator für Wirtschaft und Häfen sowie das Bundesverkehrsministerium (die Weser als Bundeswasserstraße) beteiligt sein. Als verbandliche Einrichtungen kommen die Bremischen Deichverbände links und rechts der Weser hinzu. Im Bereich der Stadtgemeinde Bremen führen sie, im Auftrag der Stadt Bremen, Betrieb und Unterhaltung der Hochwasserschutzanlagen aus.

Organisation der Deichverteidigung

Tritt der Hochwasserfall im Zuge einer schweren oder sehr schweren Sturmflut oder eines extremen Binnenhochwassers an der Weser ein, so steht die Deichverteidigung an. Hier ist als verantwortliche staatliche Einrichtung der Senator für Inneres und Sport zu nennen.  Denn Deichverteidigung ist Teil des Katastrophenschutzes. Gleichzeitig ist aber der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr im sog. Katastropenschutzstab vertreten. Als wesentliche Aufgaben im Hochwasserfall gelten die Deichkontrolle während der Hochwassergefahr und die vorbereitende Organisation für Deichsicherungsmaßnahmen. Dieses wird vor Ort insbesondere von den Deichverbänden und von den Feuerwehren übernommen. Weitere Organisationen wie die Polizei oder das Technische Hilfs-Werk (THW) kommen bei Bedarf zum Einsatz. Vorschriften für Meldevorgänge, verantworltiche Personen und Aufgaben im Einsatzfall, sturmflutgefährdete Gebiete, wichtige Bauwerke, Material etc. werden durch den jährlich aktualisierten Kalender für den Katastrophenschutzbereich Deichverteidigung benannt.

Eine wichtige Rolle im Vor- und Umfeld eines Hochwasserfalles spielt der Hochwasserwarndienst. Dieser erfolgt, soweit sich die Informationen auf die Nordseeküste beziehen, durch das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie (Sturmflutvorhersage: in der Regel ca. 12 Stunden vor dem Eintrittszeitpunkt).  Entsprechende Meldungen für ein Binnenhochwasser der Weser erfolgen durch den überregionalen Hochwassermeldedienst des Landes Niedersachsen.  Verantwortlich sind der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Zusammenarbeit mit der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Mitte (Hochwasservorhersage: ca. 48 Stunden vor Eintrittszeitpunkt). 

siehe auch:

sowie: