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Der Deichbau im Bremer Gebiet reicht weit über die Zeiten hinaus, über die schriftliche Quellen vorhanden sind. Seine Anfänge können daher nur aus der allgemeinen Siedlungsgeschichte unserer Gegend erschlossen werden.
Dennoch sind einige geschichtliche Daten erhalten: 1374 | Erster urkundlich erwähnter Bau eines Deiches, der bis ins 19. Jahrhundert den Namen "Der alte Deich" trug. | 1449 | Unter dem Namen "Dieck-Recht in den bremischen Veer Goden" geschlossener Vertrag über Regelungen und Verfahren für Deichgräfen und Geschworene. | 1525 | Im Ratsdenkelbuch werden erstmals 18 Feldmarken als Mitglieder der "Vierlande" aufgeführt. Darunter ist ein Verband zu verstehen, der für die Unterhaltung des damaligen Eisenraddeiches und die Schauung verschiedener anderer Deiche verantwortlich war. | 1850 | Erlass der Deichordnung - dem ersten Deichgesetz im modernen Sinne. | 1940 | Gründung des Bremischen Deichverbandes am rechten Weserufer aus der Vereinigung von 27 selbstständigen Verbänden. |
Einige vergangene Extremereignisse, die weitere Anstrengungen im Hochwasserschutz erforderlich gemacht und die Wahrnehmung der Hochwasserrisiken geprägt haben, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt: Datum | Ereignis und Folgen | 16. und 17. Februar 1962 | Sturmflut: 7 Toten, ca. 2.000 Menschen obdachlos, Schaden von über 42 Mio. DM (z.B. Katastropheneinsatz 110.000 DM, Deichverteidigung 538.000 DM, Reparatur Deichschäden ca. 9 Mio. DM, Schäden der Wirtschaft ca. 24,8 Mio. DM) | 06. Nov. 1973 bis 17. Dez. 1973 | mehrere schwere Sturmfluten kurz hintereinander, z. T. mit Scheitelhöhen wenig unter den von 1962 | 01. Jan. 1976 bis 21. Jan. 1976 | höchste Sturmflut bis heute mit einem Pegelstand von 6,45 m über Normalnull in St. Pauli | 15. März 1981 | Binnenhochwasser der Weser mit 2.400 m3/s Abfluss: Hochwasser floss im Vorland zwischen den Deichen um das Wehr herum; 70 Hektar überschwemmt, 44 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche vernichtet, 150 Parzellenhäuschen zerstört, mehr als 1.5 Mio. m³ Boden und Sedimente in die Weser geschwemmt, Schäden in Höhe von etwa 28 Mio. Euro | 28. Nov. 1994 | im Bereich Vegesack/Lemwerder treten die bisher höchsten Scheitelwasserstände einer Sturmflut auf | Juli und August 2002 | Binnenhochwasser der Wümme: 2.000 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche zwischen den Wümmedeichen werden mehrere Wochen lang überschwemmt, erhebliche Ernteschäden |
siehe auch:
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