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„ Die Natur lässt sich nie in ein Korsett schnüren!“



Frau Hanni T., 86 Jahre alt, wohnhaft in Köln Rhodenkirchen, dem tiefstgelegenen Stadtteil Kölns, erlebte in über 40 Jahren mehr als zehn Hochwasser.

Trotzdem ist sie immer noch in Köln Rhodenkirchen ansässig, da sie der Meinung ist, die Stadt Köln ergreife umfassende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung. Erst letztes Jahr wurde eine Schutzmauer, die komplett aus öffentlichen Mitteln finanziert sei, fertiggestellt worden, die den äußerst tiefgelegenen Stadtteil Rhodenkirchen bis zu 10m vor einer Überflutung schützen soll. Jedoch wurde diese Mauer noch nicht erprobt, da sie erst jüngst vollendet wurde.

Im Katastrophenfall werden von der Stadt Plakate aufgehängt, auf denen die Bürger Informationen zum Selbstschutz und auch zur Vorsorge finden, Radio Köln gibt fortlaufend die Pegelstände durch und im Fall einer tatsächlichen Überflutung sind sofort Einsatzkräfte der Polizei, in schweren Fällen auch des THWs oder der Bundeswehr, in Booten unterwegs, um die gefährdeten Menschen zu evakuieren.

Ein besonders schlimmes Hochwasser stellte das von 1993 dar, bei dem die Pegelstände am Heiligabend bis zu 10,63m stiegen. Damals kam es zum Ausfall des Stromes sowie der Heizung.

Ganz wichtig ist es, laut Frau T., Kerzen im Haus zu haben, da man sonst bei einem Stromausfall hilflos dasteht. Die Kerzen spenden nicht nur Licht, sondern wärmen auch bei Ausfall der Heizung. Ebenfalls ist es anzuraten, Essen in Dosen und einen Gaskocher bereitzuhaben, um die möglichen Stunden der Isolation von der Außenwelt ohne Hunger zu überstehen.

„Diese Vorkehrungen haben sich 40 Jahre lang bewärt!“, so Frau T. Leider ist es während der Überflutung nicht möglich, Schutzmaßnahmen zu treffen: „Man muss das Ganze dann leider über sich ergehen lassen und erst wenn der Rhein zurückgeht mit den Aufräumarbeiten anfangen!“

Trotz des Schutzmauerbaus, der viele Kölner Bürger in Sicherheit wägt, meint Frau T., man müsse immer vorbereitet sein, da sich die Natur nie in ein Korsett schnüren lässt.